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Dorschlebertran wird aus frischen oder durch Kälte konservierten Lebern von Gadus morrhua L. und anderen Gadus-Arten gewonnen. Man unterscheidet dabei Medizinal- und Veterinär-Dorschlebertran. Die Unterschiede liegen u.a. in der Farbe des Öles.
Der Fisch Dorsch ist hauptsächlich in den Gewässern entlang der norwegischen Küste, den Lofoten, Spitzbergen und Island sowie der russischen und kanadischen Nordmeerküste beheimatet. Das Hauptfanggebiet ist jedoch entlang der norwegischen Küste, den Lofoten, Spitzbergen und Island. Das Öl hat, im Vergleich zum Fischfilet, eine untergeordnete Bedeutung. Aus der frischen oder in der Kälte konservierten Leber des bis zu 20 Jahren alt werdenden, 1,3 m langen und bis zu 40 kg schweren Fisches wird das Öl durch Auspressen oder Extraktion gewonnen.
Die hellgelbe bis goldgelbe (Medizinal-Dorschlebertran) bzw. braune (Veterinär-Dorschlebertran) Farbe aufweisende, leicht fließende klare, ölige Flüssigkeit mit charakteristischem, schwachem fischartigem Geruch und Geschmack ist reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren mit 4-6 Doppelbindungen. Außerdem enthält Dorschlebertran hohe Anteile an Vitamin A und D. Der Gehalt an autoxidativ wirkenden Vitamin E ist dagegen relativ gering.
Aufgrund des hohen Gehaltes an mehrfach ungesättigten Fettsäuren hat Dorschlebertran eine besondere ernährungsphysiologische Bedeutung. Er wird zur Prävention und Behandlung von Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Krankheiten eingesetzt (Eskimos zeigen kaum Herzerkrankungen, obwohl sie sich sehr hochkalorisch und fettreich ernähren). In therapeutischer Form wird Dorschlebertran bei Vitamin A- und D- Mangelerscheinungen verwendet (vorbeugende Maßnahme gegen Rachitis). Für die orale Einnahme wird Dorschlebertran häufig mit Geschmackskorrigentien versetzt und/oder in Form von Lebertran-Emulsionen verabreicht.
Ein weiteres Anwendungsgebiet von Dorschlebertran ist die Behandlung von Wunden in Form von Salben. Ein gänzlich anderer Bereich ist der Einsatz in der Tierernährung und in der technischen Chemie als Trockenstoff bei der Firnis- und Lackproduktion. In diesen Anwendungsbereichen wird anstelle des Medizinal-Dorschlebertrans hauptsächlich der Veterinär-Dorschlebertran eingesetzt.
INCI-Bezeichnung: Gadi Iecur Oil
Spezifikationsdaten
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