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Produktgruppe 2 - Ölsäurebetonte Öle
Erdnussöl wird aus den geschälten
Samen von Arachis hypogaea L. durch Pressen und Extrahieren der
zuvor zerkleinerten, wärmebehandelten und flockierten Erdnüsse
gewonnen. Das Öl wird anschließend einem Raffinationsprozess
unterworfen.
Die Wildform der schon um 3000-2000 v. Chr. in den Anden Kolumbiens
domestizierten Erdnuss stammt vermutlich aus Brasilien und wurde
erstmalig 1547 von dem Spanier Oviedo beschrieben. Im 16. Jahrhundert
gelangte sie mit dem Sklavenhandel nach Afrika, später auch
nach Indonesien. Erst im 19. Jahrhundert gewann die Erdnuss Bedeutung
in Europa. Heute wird sie in Indien, China, im Süden der USA,
Westafrika und Südamerika angebaut.
Die Erdnusspflanze verträgt keinerlei Frost. Nach dem Befruchten
wachsen die geneigten Fruchtstände in den Boden wo sich die
Frucht innerhalb von zwei Monaten entwickelt. Zum Ernten wird die
Pfahlwurzel durchschnitten, die Sprosse aus der Erde gehoben und
die Frucht 2-4 Wochen getrocknet. Die Samen enthalten ca. 45 % Öl.
Nach dem Raffinationsprozeß ist Erdnussöl eine klare,
gelbliche Flüssigkeit mit einem Erstarrungspunkt von etwa 2°C.
Das Öl ist reich an Öl- und Linolsäure und wird hauptsächlich
in Frankreich als beliebtes Speiseöl verwendet. Weiterhin wird
Erdnussöl zur Herstellung von Margarine, Seifen, Anstrichmittel,
in der Medizin als Trägerstoff für fettlösliche Arzneiwirkstoffe,
bei medizinischen Bädern, als Massageöl sowie in gehärteter
Form (hydriertes Erdnussöl) als Salbengrundlage eingesetzt.
Rohes (unraffiniertes) Erdnussöl kann für einige Anwendungen
in der chemischen Industrie eingesetzt werden.

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