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Produktgruppe 2 - Ölsäurebetonte Öle

Schweineschmalz und Lardöl wird bei 75 bis 100°C aus frischem, ungesalzenem, von Wasser und Eiweiß befreiten Fettgeweben (Netzgewebe und Nierenumhüllung) von Schweinen durch Ausschmelzen gewonnen. Wird nur der Bauchspeck des Schweines zur Fettgewinnung verwendet, so bezeichnet man das erhaltene Fett als Lardöl.

Schweineschmalz und Lardöl besteht aus reinem Schweinefett mit einem Wassergehalt von ca. 0,5 %. Schweineschmalz ist nicht mit dem Butterschmalz zu verwechseln. Dieses wird durch Auslassen des in der Butter enthaltenes Milchfettes gewonnen. Schweineschmalz ist eine weiße, streichbarweiche, fettige, geruchslose oder schwach arteigenen Geruch aufweisende, milden Geschmack besitzende, in Chloroform, Ether und Petrolether leichtlösliche aber in Ethanol schwerlösliche Masse. Lardöl dagegen ist ein hell- bis mittelgelbes, schwach charakteristischen Geruch aufweisendes, in Wasser unlösliches, aber in lipophilen Lösungsmitteln lösliches Öl.

Beide Fette enthalten hauptsächlich Öl-, Palmitin-, Stearin-, Linol- und Myristinsäure. Weitere Fettsäuren sind unter 1 % vertreten. Schweineschmalz und Lardöl wird im Haushalt (Griebenschmalz), in der Margarineindustrie sowie zur Seifen- und Schmiermittelherstellung verwendet. Früher wurde Schweineschmalz und Lardöl als Salbengrundlage eingesetzt. Die Lagerung von Schweineschmalz sollte im Haushalt in kühlen, luftigen und dunklen Räumen erfolgen. Im Sonnenlicht wird es leicht ranzig, jedoch ist es wesentlich haltbarer als Butter.

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