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Produktgruppe 0 - Diverses
Paraffinöl ist die allgemeine
Bezeichnung für ein aus Erdöl gewonnenes festes oder flüssiges
Gemisch gereinigter, gesättigter, aliphatischer Kohlenwasserstoffe
(Paraffine). Man unterscheidet zwischen dickflüssigem Paraffin
(Paraffinum liquidum oder Paraffinum subliquidum), dünnflüssigem
Paraffin (Paraffinum perliquidum) und Hartparaffin (Paraffinum solidum).
Die Unterschiede betreffen hauptsächlich die Viskosität.
Alle Paraffinarten werden entweder aus den Rückständen
der Erdöldestillation, des bituminösen Schiefers bzw.
Torfkohlen und der Produktion der Braunkohlenschwelerei oder durch
die Mitteldrucksynthese aus CO und H2 unter Einsatz von Katalysatoren
(abgewandelte Fischer-Tropsch-Synthese) gewonnen. Aus dem bei der
Erdöldestillation anfallenden Brei (Paraffin Gatsch) wird Hartparaffin
durch Abkühlen gewonnen und anschließend entölt
und gebleicht. Flüssiges Paraffin wird dagegen destillativ
gewonnen. Bis auf Hartparaffin sind Paraffine farblose, klare, ölige,
am Tageslicht nicht fluoreszierende, geruchslose bis fast geruchslose,
geschmackslose Flüssigkeiten. Nur nach Erhitzen weisen sie
einen schwachen Geruch auf. Paraffine sind unlöslich in Wasser,
schwer löslich in Ethanol und löslich in Ether und Kohlenwasserstoffen.
Paraffine werden in der Medizin und Kosmetik in Salben und Cremes
aber auch als mildes Abführmittel verwendet. Weiterhin werden
Paraffine zur Herstellung von Kerzen, Fußbodenpflegemitteln,
Holz- und Metallpolituren, Autopflegemitteln, Schliff- und Hahnfetten,
Baumwachsen, Malstiften, Modelliermassen, Suspensionsmitteln in
der Infrarot-Spektroskopie (Nujol), Einbettungsmitteln in der Mikroskopie,
Heizbädern im chemischen Apparatebau (Transformatorenöle),
chemischen Schmiermitteln in der Feinmechanik (Waffenöle),
Linoleum, gewachsten Papieren, zum Obst- und Käsewachsen und
als Benetzungsmittel (Schnupftabak) eingesetzt. Ein ganz anderer
Einsatz von Paraffin ist die Verwendung als Entstaubungsmittel (Niederhalten
von z.B. Sägespänen bei Pferdeturnieren).

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