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Produktgruppe 1 - Vorwiegend gesättigte Fette
Sheabutter wird aus den zerstampften
Kernen (Samen) des Sheanussbaumes (Butyrospermum parkii) durch Pressen
gewonnen und anschließend der Raffination zugeführt.
Rohware kommt nicht in den Handel.
Der bis zu 10-15 m hohe, knorrige, in den Tropen wildwachsende
oder angebaute Sheanussbaum (auch als Shebutterbaum oder Schibutterbaum
bezeichnet) ist als Fettlieferant von lokaler Bedeutung. Die Hauptanbaugebiete
sind die Savannenregionen des Sudans sowie die Quellgebiete des
Nigers und des oberen Nils. Der Baum stellt in seiner zentralafrikanischen
Heimat eine wesentliche Fettquelle dar, da in diesen Regionen weder
der nördlich davon kultivierte Ölbaum noch die weiter
südlich angebaute Ölpalme gedeihen.
Der Fruchtknoten des Sheabutterbaumes enthält gelbe bis grünliche
Beeren in der Größe einer Aprikose mit einem rosskastaniengroßen
Samen (Kern). Während die Beeren von Vögeln, Elefanten
und Menschen gern gegessen werden, wird aus dem ölhaltigen,
zerstampften oder gemahlenen Kernen (Ölgehalt 34-57 %) durch
mechanisches Pressen die Sheabutter gewonnen. Früher erfolgte
die Fettgewinnung nach dem Zerstampfen der Kerne durch Kochen in
Wasser und nachfolgendem Abschöpfen des oben schwimmenden Fettes.
Die Rohware schmeckt unangenehm streng und wird deshalb der Raffination
zugeführt. Die raffinierte Qualität schmeckt vorzüglich
und ist ein graugrünes bis weißliches, festes, etwa aus
gleichen Anteilen bestehendes stearin-, und ölsäurereiches
Fett mit schwachem, charakteristischem Geruch.
Sheabutter wird in seinen Heimatländern als Speisefett sehr
geschätzt, die exportierte Ware dient vornehmlich der Seifen-
und Kerzenherstellung. Die Kosmetikindustie setzt Sheabutter als
Fettungsmittel für Cremes und Lotionen ein. In der Pharmazie
wird Sheabutter zu Behandlung von Dermatosen, Ekzemen, Verbrennungen
und bei Sonnenbrand eingesetzt.

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