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Produktgruppe 0 - Diverses
Tannine ist die Sammelbezeichnung für
aus verschiedenen Pflanzen gewonnene Gemische, bestehend aus Estern
der D-Glucose mit Gallussäure und Galloylgallussäure (Tannin).
Man unterscheidet pharmazeutisches Tannin (Tannin Ph. Eur.) und
alkohollösliches Tannin (Tannin alkohollöslich oder technisches
Tannin).
Der Name Tannin leitet sich aus dem französischen tanin =
Gerbstoff ab. Es ist ein Gruppenname für eine Reihe von natürlichen
Polyphenolen. Im englischen und französischen Sprachgebrauch
werden unter "tannins" nicht nur die Gallotannine (frühere
Bezeichnung für Gallussäure), sondern allgemein Gerbstoffe
verstanden.
Tannine stammen von den Gallussäuren ab. Tannin (Synonyme:
Gallusgerbsäure, Gerbsäure, Tanninsäure) ist ein
gelblichweißes bis bräunliches, charakteristischen Geruch
und adstringierenden Geschmack aufweisendes, in Wasser, Ethanol
und Aceton lösliches aber in Ether und Chloroform unlösliches
Pulver. Wässrige Tanninlösungen bilden mit Eisenchlorid-Lösungen
blauschwarze, tintenartige Niederschläge (Eisengallustinte).
Tannin wirkt stark gerbend, was schon seit Jahrtausenden in der
Ledergerberei genutzt wird. Auch lebende Organismen können
mit Tannin gegerbt werden, was bei Wundflächen und entzündeter
Haut eine Schrumpfung bewirkt und damit verbundene Absonderungen
positiv beeinflußt (Herabsetzung der Permeabilität der
Hautkapillaren).
Der Hauptverwendungszweck von Tannin ist der Einsatz als Gerbmittel
zum Gerben von Tierhäuten. Tannin wird aber auch medizinisch
genutzt. Wegen seiner adstringierenden Eigenschaften wird Tannin
bei Durchfall (hohe Dosen können allerdings das Gegenteil bewirken)
sowie als Antiseptikum, Antidot (Tanninlösungen fällen,
mit Ausnahme von Morphin, viele Schwermetalle und Alkaloide aus)
und Hämostyptikum (Blutstillungsmittel) eingesetzt. In der
Texilfärberei als Beizmittel für kationische Farbstoffe,
in der Tintenfabrikation sowie zur Fruchtsaft-, Bier-, und Weinklärung
(Tanninschönung) wird Tannin ebenfalls verwendet.
Weitere Einsatzgebiete von Tannin sind die Behandlung von Kes-selwasser,
in der Photographie, in Klebstoffen sowie zur Koagulation von Materialien
in der Gummiproduktion.

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